oktogonale Eichensäule mit Schnitzwerkfragmenten

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    Zustand nach Abschluss der Maßnahme
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    Vorzustand
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    Vorzustand, Säulenbasis, Holzschäden
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    Arbeitsfoto: Einsetzen eines Massivholzkerns aus Eichenholz
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    Herstellen einer Kernbohrung mit 12 cm Durchmesser
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    Einschieben und Einleimen des Holzkernes mit Öffnung für die später einzuführende metallene Tragkonstruktion
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    Zustand nach Fertigstellung mit eingelassenem Fuß
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    Nach Fertigstellung der Maßnahme mit Haltedorn für die Arretierung im Deckenbalken
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    Nach Abschluss und Stellen der Säule
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    Deteil der Befestigung mittels Dorns unter dem Deckenbalken
oktogonale Eichensäule mit Schnitzwerkfragmenten .vermutl. 15./16. Jh
Standort: Stadtmuseum Grimma
Auftraggeber: Grimma/ Sachsen
Zeitraum: 2005
Restauratorische Zielstellung
Dauerausstellung im Kreisheimatmuseum Muldentalkreis, Grimma

Zustand vor der Restaurierung
Die Holzsäule aus Eichenholz mit den Maßen von 2,30 m x 0,48 m war durch Hochwassereinwirkung stark mit Schlamm verunreinigt. Das Holz an der Oberfläche war völlig durchweicht. Nach der Bergung setzte bereits starker Schimmelbefall ein.
Die Säulenbasis war schon vor der Hochwassereinwirkung stark pilzgeschädigt und die Holzsubstanz größtenteils abgebaut (Braunfäule).

Maßnahmen
Kurz nach der Bergung wurde die Säule noch im feuchten Zustand mit klarem Wasser gereinigt. Die Säule wurde mit einem pilzbekämpfenden Mittel behandelt. Nach der kontrollierten Trocknung wurde der u.a. vom Echten Hausschwamm (Serpula lacrimans, Pers. ex. S. F. Gray) zerstörte Holzkern bis zu einer Tiefe von 96 cm ausgebohrt (Durchmesser 120 mm) und durch einen neuen Eichenholzkern ersetzt. Vorher wurden die stark abgebauten Holzbereiche konsolidiert und schädlingsvorbeugend behandelt.